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Forschung und Entwicklung

Ava-Med

Virtueller Simulationspatient für die medizinische Aus- und Weiterbildung

Ava-Med

Projektdaten

Ava-Med

Virtueller Simulationspatient in adaptiver Lernumgebung

Eine gründliche Anamnese, eine professionelle Gesprächsführung sowie das sichere Erkennen und Einordnen von Symptomen sind entscheidend für die Qualität der medizinischen Versorgung. Deshalb müssen angehende Mediziner*innen, Pflegefachpersonen und Therapeut*innen diese Kompetenzen unter möglichst realen Bedingungen trainieren, ohne dass dabei eine Belastung für Patient*innen entsteht. Bislang übernehmen Schauspieler die Rolle der Patienten – ein teures Setting, das zudem nur wenige Trainings ermöglicht.

Ziel des Ava-Med Projektes ist es, einen virtuellen Simulationspatienten (Avatar) in einer adaptiven Lernumgebung zu schaffen und zu evaluieren. Mit seiner Hilfe sollen Lernende medizinische Gesprächssituationen realitätsnah trainieren: von der Gesprächsführung über das Identifizieren relevanter Symptome bis zur systematischen Befunderhebung. Das Training kann unabhängig von Ort und Zeit durchgeführt werden, lässt sich flexibel in bestehende Lehrpläne und Formate einbinden und kann so oft wie nötig durchgespielt werden.

Ava-Med zeichnet sich durch eine besondere Innovation aus: die Integration von realem, anonymisiertem Patientenverhalten. Hierbei werden Sprachmuster sowie Mimik und Gestik von realen Patient*innen nachgebildet. Darauf aufbauend werden realitätsnahe Interaktionen entwickelt, die über bloße Simulationen von Texten oder Regeln hinausgehen. Ergänzend werden generische Dialogmodelle entwickelt, die sich an verschiedene Krankheitsbilder anpassen lassen und abgestimmte Lernszenarien ermöglichen. Dadurch wird eine weitere Skalierbarkeit der Lösung und damit auch die Vermarktbarkeit der Projektergebnisse gewährleistet.

Ava-Med trägt zur langfristigen Verbesserung der medizinischen Aus- und Weiterbildung bei. Die realitätsnahen und wiederholbaren Trainingsmöglichkeiten erlauben es angehenden sowie bereits tätigen Fachkräften sich besser auf anspruchsvolle Arzt-Patienten-Gespräche vorzubereiten. Das wirkt sich nicht nur entlastend auf die Lernenden aus, sondern verbessert auch langfristig die Qualität der Patientenversorgung und die Behandlungsergebnisse.


Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Die Carl von Ossietzky Universität wurde 1973 gegründet. Damit gehört sie zu den jungen Hochschulen Deutschlands. Ihr Ziel ist es, Antworten zu finden auf die großen Fragen der Gesellschaft im 21. Jahrhundert – mit interdisziplinärer Spitzenforschung und Lehre. Die Universität arbeitet eng mit mehr als 200 Hochschulen weltweit zusammen. Außerdem ist sie mit außeruniversitären Institutionen in Forschung, Bildung, Kultur und Wirtschaft verbunden.

Abteilung AMT – Assistenzsysteme und Medizintechnik:

Die Abteilung Assistenzsysteme und Medizintechnik (AMT) ist eine Abteilung des Departments für Versorgungsforschung der Universität Oldenburg und konzentriert sich auf die Entwicklung von Lösungen für die Mensch-Roboter Interaktion. Hier werden u.a. Technologien zur (robotischen- und digitalisierten-) Unterstützung in der Medizin und Pflege übertragen.

Weiterführende Informationen sind hier zu finden: https://uol.de/amt

Projektdaten
  • Zeitraum:
    Januar 2026 – Dezember 2027
  • Projektpartner: Medizinische Fakultät der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Gefördert durch das Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP)